Damen 1: Schweres Auswärtsspiel bei der Tormaschine (Vorbericht)

Harzverbot und Offensivpower: SC Bottrop gastiert bei der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg

Am kommenden Spieltag wartet auf den SC Bottrop eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. Die Damen reisen zur HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg – jener Spielgemeinschaft, die mit einem fulminanten 39:26-Kantersieg gegen die HSG SC Phönix Essen/DJK GW Werden das deutlichste Ausrufezeichen des ersten Spieltags setzte.

Dass die HSG enorme Qualität besitzt, untermauerte sie bereits in der Saisonvorbereitung mit einem Sieg gegen einen Oberligisten (ein Erfolg, der auch dem SC Bottrop gelang). Zum Ende der vergangenen Spielzeit kassierten die Gastgeberinnen zudem lediglich knappe Niederlagen gegen die absoluten Topteams der Liga, während die übrigen Duelle zumeist klar gewonnen wurden.

Die Stärken der Hausherrinnen liegen auf der Hand: Die HSG schaltet überfallartig über die Außenbahnen sowie den Kreis um. Im Positionsangriff agiert das Team weniger über direkte Eins-gegen-Eins-Duelle, sondern sucht diszipliniert Distanzwürfe aus dem Rückraum oder das präzise Zusammenspiel mit der Kreisläuferin. Die 26 Essener Gegentreffer am ersten Spieltag belegen aber auch, dass defensiv durchaus Lücken vorhanden sein können.

Wie schwer die Duelle gegen Isselburg fallen, zeigt der Blick auf das Vorjahr: Zu Hause rang der SC Bottrop die HSG in einem defensiv geprägten Zähelspiel mit 13:9 nieder, auswärts kam man mit 18:31 jedoch heftig unter die Räder. Für das anstehende Duell erwartet der SC Bottrop daher ein intensives Spiel auf Augenhöhe. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Rückzug: Das schnelle Umschaltspiel der HSG über Außen und Kreis muss frühzeitig unterbunden werden. Zudem muss die eigene Abwehr an die Kompaktheit des ersten Spieltags anknüpfen. Was gegen die einfachen Rückraumwürfe der Gastgeberin auch eine Herausforderung sein wird. Zusätzliche Würze bringt die Rahmenbedingung: In fremder Halle gilt striktes Harzverbot. Im Angriff muss der SCB daher mit ungewohntem Ball Lösungen gegen eine großgewachsene, defensive Deckung finden. Statt kleinteiliger Einzelaktionen ist ein schnelles Spiel gefragt, das den Ball sauber verlagert und die Deckung in ständige Bewegung bringt, um die gegnerische Abwehrreihe vor unlösbare Aufgaben zu stellen.

Und falls vorne mal gar nichts mehr geht, kann bestimmt eine von unseren großgewachsenen Spielerinnen auch so Ding aus zehn Metern direkt in den Giebel schweißen…

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