Damen1: Niederlage trotz furiosem Start

Furioser Start – Führung vor der Pause leichtfertig verspielt

Werden präsentierte sich personell und spielerisch als eine völlig andere Mannschaft als noch in den Partien zuvor – und es war von vornherein klar, dass sie in eigener Halle ohne Harz deutlich besser zurechtkommen würden. Doch der fehlende Kleber durfte und darf für uns absolut keine Ausrede sein: Wir erwischten nämlich trotzdem einen perfekten Auftakt in die Partie. Aus einer stabilen Anfangsformation heraus zündeten wir sofort unser Tempospiel und setzten die Essenerinnen massiv unter Druck.

Nach dem 8:3 durch Lorena (16. Min.) riss unser spielerischer Faden jedoch völlig ab. In der Abwehr bekamen wir keinen Zugriff mehr; wir waren schlichtweg nicht griffig genug, wodurch uns auch die Ballgewinne für das eigene Umschaltspiel fehlten. Der Gegner blieb dabei über die gesamte Partie fast ausschließlich über zwei Akteurinnen gefährlich: Kateryna Chekriy (Nr. 24, 10 Tore) und Marlene Hoell (Nr. 10, 6 Tore) – wir gaben den Gastgeberinnen in dieser Phase immer wieder durch Unkonzentriertheiten zu viel Raum, sodass wir bis zur Pause einen 4:0-Lauf zum 11:11 kassierten.

Zweite Halbzeit: Bessere Abwehr, fatale Ballverluste und die Torflaute im Finish

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schüttelten wir den kurzen Rückstand ab und fanden über eine deutlich verbesserte 6:0-Deckung wieder Stabilität. Bis auf wenige individuelle Aussetzer und die ein bis zwei Bälle, die statistisch immer durchrutschen, stand unser Abwehrverbund nun richtig gut. Im Angriff erwischte Lea Allissat eine herausragende Phase: Zwischen der 35. und 40. Minute erzielte sie vier Treffer in Serie und warf uns mit 16:13 in Führung. Doch anstatt die Partie zu kontrollieren, vergaben wir völlig freie Chancen. Insgesamt warfen wir ab der 40. Minuten nur noch 2 Tore, wodurch es unmöglich wurde das Spiel zu drehen. Werden nutzte dies zur 20:18-Führung (53. Min.). Selbst in letzten 7 Minuten hatten wir die Kontrolle mit Ballgewinnen, schafften es aber einfach nicht dies in Tore umzumünzen.

Dass Werden im Vergleich zu den ersten Saisonspielen verändert antrat und ohne Harz ihre Stärken voll ausspielt, war von uns fest einkalkuliert. Der Harznachteil darf bei unseren Defiziten in Passschärfe und Abschlussquote jedoch keine Ausrede sein – wir hatten das Spiel in beiden Durchgängen bei deutlichen Führungen absolut selbst in der Hand. Das ernüchternde Fazit nach drei Saisonspielen lautet leider, dass wir uns fast immer selbst schlagen. Wir kommen zu genug Chancen, verspielen diese aber vor allem sehr leichtfertig. 

Das könnte Dir auch gefallen.....